Unfallversicherung

Gesetzliche Unfallversicherung

Nicht nur Arbeitnehmer oder Schüler und Studenten sind im Rahmen ihrer Tätigkeit gesetzlich unfallversichert. Auch Arbeitgeber, Notfallhelfer oder Blutspender können in den Genuss von Leistungen kommen.
Kommt es zu einem Arbeitsunfall oder einem Wegunfall, also passiert der Unfall auf dem Weg zu einer versicherten Tätigkeit, trägt die Berufsgenossenschaft als gesetzlicher Unfallversicherer alle Kosten für die Heilbehandlung und medizinische Rehabilitation. Praxisgebühren oder Zuzahlungen zu Medikamenten sind nicht zu leisten. Und für den Fall, dass ein Versicherter nach einem Unfall seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann, kann eine Umschulung oder Berufsausbildung finanziert werden.
Leistungen werden auch erbracht, wenn ein Versicherter an einer Berufskrankheit leidet. Sind die gesundheitlichen Einschränkungen dauerhaft, wird nach Unfall oder Berufskrankheit eine Unfallrente gewährt.

Oft werden nach dem Unfall bestehende körperliche Beschwerden nicht als Unfallfolge anerkannt. Die Berufsgenossenschaft meint dann, dass ein Bandscheibenvorfall oder eine Rotatorenmanschettenruptur nur bei Gelegenheit des Unfalls eingetreten sei und ihre Ursache im altersbedingten Verschleiß habe. Es kann auch vorkommen, dass ein Wegeunfall nicht anerkannt wird.

Was können wir tun?

Wenn Ihnen die Berufsgenossenschaft mitteilt, dass sie die weitere Behandlung nicht mehr finanzieren wird, einen Unfall nicht als Arbeits- oder Wegeunfall anerkennt oder eine Unfallrente ablehnt, sollten Sie anwaltlichen Rat einholen und Widerspruch einlegen. Die Durchsetzung von Ansprüchen ist oft langwierig und meist nur im Klageverfahren möglich. Oft ist auch die Einholung eines oder mehrerer medizinischer Sachverständigengutachten nötig.